Excel-Bericht, klassische und Quantil-Prognosen verstehen

Excel-Bericht zur Bestandsprognose verstehen


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Dieser Bericht wird von Lokad als überholt betrachtet. In der Tat hat Lokad seit 2014 die Fähigkeiten seiner Berichterstattung deutlich verbessert. So sind Berichte, die vom Prognose-Engine selbst erstellt werden können, roh im Vergleich zu denen, die über Envision, einer hervorgehobenen Komponente in Lokad, erstellt werden. In diesem Bericht werden also die neuesten und genaueren Prognosen, die als priorisierte Bestellungen ausgedrückt werden, nicht berücksichtigt.

Diese Seite dokumentiert den Excel-Bericht zur Bestandsprognose, der von Lokads Prognose-Engine erstellt wird. Dieser Bericht enthält klassische Prognosen, Quantil-Prognosen oder beide. Im Folgenden wird die Bedeutung jeder Spalte im Bericht erläutert. Image

Beispiel-Excel-Bericht herunterladen: salescast-northwind-sample.xlsx

Überblick

Lokad startet einen Projektdurchlauf mit dem Abrufen von Dateien, die auf Ihrem Konto gespeichert sind. Danach werden Quantil- und/oder klassische Prognosen erstellt. Als letzten Schritt erzeugt Lokad einen konsolidierten Prognosebericht in Excel mit den wesentlichen Kennwerten für die Inventaroptimierung.

Auf dieser Webseite stellen wir Ihnen einen typischen, von Lokad erstellten, Prognosebericht in Excel vor. Jeder Abschnitt wird im Folgenden näher erläutert. Ihre Laufzeit hängt von den in Ihrem IT-System vorhandenen Informationen ab. Lokad ist flexibel und kann Berichte mit Zusatzspalten erstellen oder weniger Spalten. Dies wird hier nicht genauer erläutert.

Dieser Excel-Bericht ist ein etwas unflexibler Bericht, der von Lokads Prognose-Engine erstellt wird. Es wurde sehr früh in Lokad eingeführt, lange Zeit bevor wir leistungsfähigere Features für Berichte zur Verfügung stellten. Obwohl wir dieses Feature nicht aus Lokad entfernen wollen, steigen wir nach und nach mit den Berichten auf unsere generische Plattform für Betriebsanalysen um. Diese Plattform bietet viel flexiblere web-basierte Berichte und behält dennoch die Möglichkeit, als Excel zu exportierten, auch dies viel flexibler.

Kontextdaten

Die Datenspalten (in der obigen Abbildung in grau dargestellt) stehen für den „Kontext“, d.h. all diejenigen Informationen, die direkt aus den Originaldaten, ohne jegliche statistische Aufbereitung, importiert werden.

a) Item-ID: Kennzeichner für jedes Produkt/SKU/Barcode, je nach anwendbarer Terminologie.

b) Name des Objekts: visuell lesbarer Eingabe für das Objekt. Dieses ist kein Pflichtfeld, dennoch ist dies ein Beispiel für die Möglichkeiten Lokads, zusätzlicher Felder in den Excel-Bericht für reine Berichtserstattungszwecke einzufügen.

c) Service-Level: gewünschte Wahrscheinlichkeit keinen Fehlbestand zu erleiden. Dieser Wert stellt das Leistungsziel in Form von Lagerverfügbarkeit dar. Weitere Informationen finden Sie unter: Auswahl des richtigen Service-Level. Dieser Wert wird in Lokad verwendet.

d) Durchlaufzeit (Wikipedia): Verzögerung in „Kalendertagen“, die sowohl die Bestell- als auch die Lieferverzögerung darstellt. Dieser Wert hängt in den meisten Fällen von Ihrem Lieferanten ab. Weitere Informationen finden Sie unter: Berechnung der Durchlaufzeiten. Dieser Wert wird in Lokad verwendet.

e) Warenbestand, bestellter Bestand: Anzahl der verfügbaren Einheiten bzw. die Anzahl der nachbestellten Artikel.

f) Historie: aggregierte Umsätze (pro Tag oder Monat) über die vergangenen 12 Perioden. Diese Werte dienen der schnellen Überprüfung der Umsatzprognosen. Auch nicht angezeigte Daten der Historie werden für die Erstellung von Prognosen (klassisch und Quantil) verwendet.

Prognosen und Optimierungskennzahlen

Die Prognosen werden von Lokad erstellt. Basierend auf diesen Prognosen schließt Lokad auf einige Kennzahlen zur Inventaroptimierung. Diese werden in der obigen Abbildung über einem orangefarbenen Hintergrund dargestellt.

1) Reorder-Point: Die Anzahl der Einheiten, die eine Nachbestellung auslösen sollten, wenn der Bestand „sich enorm verringert“ wird als der Reorder-Point bezeichnet. Dieser Wert wird von Lokad berechnet, wenn Quantil-Prognosen ausgewählt wurden, ansonsten wird dieser Wert anhand der Bedarfsprognosen in Kombination mit der Durchlaufzeit und dem Service-Level erzeugt. Der Reorder-Point ist die Summe der Durchlaufzeit zuzüglich des Sicherheitsbestandes.

2) Bestellmenge: Die Anzahl der nachzubestellenden Einheiten. Ist der Wert gleich Null, schlägt Lokad vor, dieses Objekt zu diesem Zeitpunkt nicht nachzubestellen. Dieser Wert wird über die Beziehung Nachbestellungen = ReorderPoint - Lagerbestand - Bestellungen (Minimalwert ist Null). Wenn ein {Mengen-Multiplikator} auch vorhanden ist, wird Lokad die Bestellmenge so aufrunden, dass diese ein Vielfaches ergibt.

3) Leitnachfrage (kurz für Bedarf nach Durchlaufzeit): Die Anzahl der Einheiten, die während der Durchlaufzeit verkauft werden. Dieser Wert wird anhand der klassichen Prognose in Kombination mit der Durchlaufzeit ermittelt.

4) Lagerabdeckung: die Anzahl der Tage vor der Lieferunfähigkeit, wenn nicht nachbestellt wird. Dieser Wert wird anhand der klassischen Prognose und des vorhandenen Bestands ermittelt.

5) Genauigkeit (mit anschließenden klassischen Prognosen): Die erwartete Genauigkeit der von Lokad bereitgestellten Prognosen, kann in den Projekteinstellungen aktiviert werden. Dieser Wert wird in Prozent ausgedrückt und bewegt sich zwischen 0 und 1. Je höher der Wert, desto genauer die Prognose. Es besteht die folgende Beziehung: Genauigkeit= 1 - MAPE, wo MAPE der Mean Absolute Percentage Error ist. Die vorausgesetzte Genauigkeit wird von Lokad - ebenso wie die Prognosen - durch fortschrittliche statistische Analysen berechnet. Weitere Informationen finden Sie unter Measuring forecast accuracy.

6) Klassische Prognosen: Die von Lokad bereitgestellten klassischen Bedarfsprognosen auf täglicher, wöchentlicher oder monatlicher Basis. Diese klassischen Prognosen können ausfallen, wenn in Lokad die Option ausschließliche Quantil-Prognosetechnologie ausgewählt wird. Weitere Informationen finden Sie unter Prognosetechnologie.