Beschreibung
Auftragsrückstände sind Bestellungen, die beim Lieferanten für Produkte eingehen, die an einem bestimmten Standort bereits nicht mehr vorrätig sind. Backordering bezeichnet den Verkauf von Bestand, den das Unternehmen derzeit nicht auf Lager hat, und kann daher nur erfolgen, wenn die Nachfrage formell erfasst wird. Es stellt eine spezifische Herausforderung hinsichtlich der Bestandsoptimierung dar, da auftragsrückständige Einheiten typischerweise mit einer gewissen Dringlichkeit seitens des Kunden verbunden sind. Sie beinhalten eine vorausgehende Verpflichtung zum Kauf eines Produkts, das nicht sofort verfügbar ist, und eine lang andauernde Nichtverfügbarkeit des Produkts wird als ein Mangel an gutem Service seitens des Distributors wahrgenommen.
Aus Sicht der Bestandskontrolle werden Auftragsrückstände in der Regel als negative Werte innerhalb des verfügbaren Bestands dargestellt. Der verfügbare Bestand darf nicht mit dem Bestand vor Ort verwechselt werden, der die physisch im Regal vorhandene Menge repräsentiert. Wenn die MOQs, also Mindestbestellmengen, groß sind, ist es allerdings nicht immer wirtschaftlich sinnvoll, jeden Auftragsrückstand zu erfüllen, da das Einhalten der MOQ-Vorgabe zu einer Anhäufung von überschüssigem Lagerbestand führen kann. Auftragsrückstände sind eine Komplexität, die sorgfältig gesteuert werden muss, um einen größeren Anteil der Kundennachfrage zu erfassen, ohne den Service zu beeinträchtigen.