Entscheidungsfindung unter Unsicherheit in agrarischen Supply Chains
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Agrarische Supply Chains beginnen nicht mit sauberen Eingaben und ordentlichen Plänen. Sie beginnen mit Biologie.
Regen, Dürre, Frost, Krankheiten, Schädlinge, Erntequalität, Ertragskurven, Rohstoffpreise, Fracht, Lagerung, Verarbeitungskapazität und Marktzugang beeinflussen Entscheidungen lange bevor das endgültige Ergebnis bekannt ist. Deshalb ist bessere Prognostik nur ein Teil der Antwort.
Im Agribusiness lautet die schwierigere Frage nicht „Wie lautet der Plan?“. Sie lautet: „Welche Entscheidung ist angesichts möglicher Zukunftsszenarien wirtschaftlich noch sinnvoll?“. Genau hier entsteht eine zentrale Spannung in traditionellen Supply-Chain-Praktiken, die typischerweise auf einer einzigen Zukunftsprognose beruhen, oft ergänzt durch Bauchgefühl.
Ich habe dieses Paper sehr gerne gemeinsam mit André Margoto verfasst, Global Director of Supply Chain for Juices bei Louis Dreyfus Company. André verantwortet die End-to-End-Operations eines großen globalen Saftgeschäfts und bringt mehr als 15 Jahre Agribusiness-Erfahrung in die Diskussion ein.
Das Paper verbindet Recherche und Dialog und liefert eine gut verständliche Argumentation dafür, warum agrarische Supply Chains risikobewusste, quantitative Entscheidungsfindung brauchen.
Wir behandeln:
- warum lange agrarische Supply Chains Lock-in erzeugen;
- warum der Durchschnitt nicht die Entscheidung ist;
- warum Vorhersage allein nicht entscheidet;
- wie biologische Unsicherheit zu finanzieller Exponierung wird;
- warum Stoppen manchmal die beste verfügbare Entscheidung sein kann;
- und warum Expertenurteil ein System braucht, nicht nur eine weitere Tabelle.
Letztlich besteht das Ziel einer Supply-Chain-Transformation im Agribusiness nicht darin, die Zukunft perfekt vorherzusagen.
Das Ziel besteht darin, bessere Entscheidungen zu treffen, bevor die Zukunft bekannt ist.
Um die Diskussion fortzusetzen, vernetzen Sie sich mit André Margoto oder Conor E. Doherty auf LinkedIn, oder kontaktieren Sie sie direkt per E-Mail: andre.margoto@gmail.com / c.doherty@lokad.com.